Testbericht Perp 2


Testbericht Cannondale PERP Anders als der Große Bruder ist das Perp für Freeride-Einsätze und Bike-Park-Besuche ausgelegt. Doch auch auf Downhillstrecken macht es eine gute Figur. Auf dem Trail: War das Judge für ein Big Bike schon recht wendig, so ist der Freerider Perp noch mal eine Nummer agiler. Quirlig zirkelt das Bike über die Trails und schreit förmlich nach Airtime!
Die Code 5 Bremsanlage verzögert das Bike innerhalb von Sekundenbruchteilen sicher auf dem Flug ins Tal. Nosewheelies sind da schnell vorprogrammiert. Überhaupt ist die gesamte Austattung extrem sinnvoll zusammen gestellt. Auch der Sattel, den man eigentlich als erstes tauschen möchte, ist zwar hart aber nicht unbequem und auch für längere Touren geeignet. Die Uphill-Fähigkeit des Bikes, das mit ca. 18 Kilo auch kein Leichtgewicht ist, geht voll in Ordnung. Damit lassen sich auch längere Anstiege bewältigen, wenn man etwas Schmackes in den Beinen hat. Die Totem Gabel lässt mit ihren mächtigen Tauchrohren und den sehr gut abgestimmten 180mm Federweg viele dicke Brocken entspannt schlucken. Jedoch ist die Single-Crown-Gabel vom Gefühl her etwas nervöser als eine DC-Gabel, was allerdings nicht an der Gabel selbst, sondern am steileren Lenkwinkel des Rahmens liegt.
In der Hand: Zuerst denkt man – oh, ist das aber klein. Doch der Schein trügt. Wenn man sich die Abmessungen mit dem des Judge vergleicht, sieht man, daß beide Bikes fast gleich groß sind (in derselben Rahmengröße natürlich). Doch durch das noch tiefer heruntergezogene Oberrohr wirkt das Perp so zierlich. Dazu fällt die Totem Coil Gabel gegen eine Doppelbrückengabel optisch ebenfalls etwas ab. Der Rahmen selbst ist gewohnt sauber verarbeitet und beherbergt einen FOX DHX 4.0 Dämpfer, der hervorragende Arbeit leistet – wie die Totem Coil übrigens auch. Fazit: Das Perp ist ein tolles Freeride Spaßbike, der top Allround-Eigenschaften hat! Am liebsten hat es das Bike, wenn die Trails bergab führen. Doch auch Freeride-Touren stehen dem Perp 2 sehr gut!