Testbericht - Scott Genius 20


In der Hand: Das Scott Genius kommt zunächst eher unscheinbar daher. Der edle Carbon-Rahmen und die weiteren Carbon-Anbauteile fallen bei dem schwarz-goldenem Design erst später auf. Doch dann heftet sich der Blick auf den nahtlosen Rahmen mit Handschmeichler-Qualitäten.

Mit seinen sensationellem Gewicht von gerademal 12,45 KG (incl. Pedale) muss das Bike eine echte Rakete sein!
Das Genius bietet mit der Talas 32 Gabel von Fox als auch im Equlizer Dämpfer 150 mm Federweg. Ausgestattet ist das Genius 20 mit einer sinnvollen Kombination aus hochwertigen und bewährten Shimano-Parts: LX-Schaltung XT-Bremsen, XT-Kurbel und XTR-Schaltwerk.Der Einsatzzweck kann sich ebenfalls sehen lassen: ein Bike für alles! Egal ob Trails oder Marathon - mit diesem Bike ist alles möglich. Sogar Bikeparkbesuche sollen machbar sein ... auch wenn man die dicken Dinger vielleicht doch besser auslässt.
Bei diesen Top-Werten ist es kein Wunder, dass das Bike als Top-Seller gilt.

Beim Uphill: Das "Modelgewicht" von gerademal 12,45 KG bürgt dafür, dass das Genius eine echte Bergziege ist. Den Equalizer Dämpfer mit Remote-Schaltung hatten wir bereits am Ransom kennen- und schätzengelernt. Das Genius ist sehr leichtfüßig unterwegs und beschleunigt extrem gut. Das ist auch bei knackigen Steigungen so. Hier ist nur der Fahrer das Limit - das Bike kann immer noch schneller ;-)
Auf dem Trail: Die Race-Gene machen sich auf jedem Meter bemerkbar! Mit dem Genius ist man immer schneller unterwegs als man es eigentlich vor hatte - doch es macht so viel Spaß dem Bike die Zügel fahren zu lassen, dass es auch nicht weiter stört. Das Fahrwerk bleibt dabei immer stabil und auch bei heftigeren Passagen weitgehend ruhig. Fazit: Weitgehend stabil? Da wo viel Licht, da ist eben auch etwas Schatten. Hier kommt es aber ganz entschieden auf den Blickwinkel an. Das Bike ist in erster Linie ein Race-Bike - auch trotz der 150 mm. Auch die Geometrie entspricht dem Race/Marathon Einsatzzweck. Dennoch sitzt man recht entspannt auf dem Bike - auch ein heftiger Trail lässt sich locker fahren. Enduro-Feeling kommt da natürlich nicht auf.