Testbericht Specialized Enduro Expert 2006


In der Hand
Das Enduro wirkt auf den ersten Blick geduckt und kompakt. Die konsequent von Fox verbaute Dämpfung schenkt auf Anhieb Vertrauen. Obwohl es sehr robust verarbeitet wurde und recht massiv wirkt, überrascht das Resultat eines kurzen Anhebens. Nicht einmal 15 Kilo muss man hier über die Trails bringen. Das macht Mut, das Bike mal über die Berge zu bewegen.

Auf dem Trail Nach einem ersten Abtauchen der Vollfederung beim Aufsitzen, lässt sie in normalem Gelände so leicht nichts aus der Ruhe kommen. Die Pro-Pedal-Plattform des DHX 5.0Air lässt bei einer guten Abstimmung kein Wippen zu. Allerdings hätte ich mir bei solch einem Kletterwunder einen Lockout-Hebel an der Gabel gewünscht, da diese den Wiegetritt nicht gerade zu einer Erleichterung werden ließ.

Beim Downhill
Bei dieser Disziplin glänzte die Dämpfung allerdings wieder vollends. Einmal das Losbrechmoment der Gabel überwunden, schien sie nahezu jede Unebenheit aufzusaugen. Der 4-Gelenker im Heck vermittelt das Gefühl, auf einem Daunenkissen den Hang herunter zu rutschen. Nur bei extremen Hängen und Verblockungen wünscht man sich noch ein paar Zentimeter mehr Hub. Obwohl die Avid Juicy 5 ein tolles Extra mit dem am Bremshebel einstellbaren Druckpunkt beherbergt, bin ich von ihrer Performance leider nicht 100%ig überzeugt, da sie bis zum endgültigen „Zumachen“ nicht kontinuierlich zunimmt. Ab einem Gewissen Punkt erfolgt einfach keine Zunahme der Verzögerung bis zum Blockieren.

Fazit
Das Enduro ist ein klasse Alleskönner, der sehr wendig und gut zu handlen ist. Mein Eindruck der Bremsen ist subjektiv, da ich Bekannte habe, die auf diese Anlage schwören. Jedoch wünscht sich so manch einer ein bisschen mehr Freeride in dem Bike. Aber da hat ja Specialized das Demo7 für einen der nächsten Tests in den Startlöchern…