Cyclemeter Elite


Icon der Cyclemeter App für iPhone

Der Name Cyclemeter ist leicht irreführend, da sich die iPhone App nicht ausschließlich an Radsportler richtet, sondern für jede Art sportlicher Aktivität verwenden lässt. Zudem stellt sie viele interessante Möglichkeiten zur Verfügung, diese umfassend aufzuzeichnen, zu analysieren oder mit Anderen zu teilen. Hierbei geht Cyclemeter einen etwas anderen Weg als andere Anwendungen. Zwar zeichnet die App auch GPS Daten auf, aber der Schwerpunkt liegt eher im Erfassen und Analysieren von Trainingsdaten.

Die Hauptansicht

Stoppuhr

Nach dem Start präsentiert sich die App mit der sogenannten "Stoppuhr" Ansicht. Diese dient als Hauptansicht primär zum Starten und Stoppen einer Aktivität und Anzeige der aktuellen Messwerte. Mit einer Wischgeste können weitere Seiten aufgerufen werden, die sowohl in ihrer Anzahl als auch in der Darstellung frei konfiguriert werden können: von der üblichen Datenanzeige bis zur Musiksteuerung ist vieles möglich. Sämtliche Ansichten lassen sich detailliert konfigurieren und auf die eigenen Bedürfnisse oder Interessen hin anpassen.

In der linken, oberen Ecke befindet sich die Schaltfläche Neue Route - die Standardvorgabe für neue Aktivitäten. Hierüber lassen sich wahlweise auch bereits vorhandene Routen als "Referenz" hinterlegen. Auf diese Weise wird eine bereits gefahrene Strecke in der Karte als Linie dargestellt. Über die Schaltfläche rechts oben lässt sich eine der vorkonfigurierten Aktivitätsprofile auswählen.

Der Kalender bietet eine Monatsübersicht mit Bewertungssystem.

Kalender

Der Kalender bietet eine Übersicht über Aktivitäten in einer Monatsübersicht. Die einzelnen Tages-Aktivitäten werden als unterschiedliche, farbige Symbole dargestellt, die dem integrierten Bewertungssystem entsprechen. Die Leistungen der gleichen Aktivität werden hierbei miteinander verglichen und in einem fünf Stufensystem bewertet.

Kartenansicht der Cyclemeter App

Karten

Die Kartenansicht zeigt die gefahrene Strecke sowie den aktuellen Standort auf einer Online-Karte. Darüber hinaus lassen sich Entfernungs- und/oder Intervallmarker anzeigen. Als Kartenquellen stehen lediglich Apple und Google zur Verfügung. Für Google-Karten kann Gelände als Darstellungsmodus ausgewählt werden. Allerdings bietet die App keine Möglichkeit Karten für die Offline-Nutzung auf das Gerät zu speichern - was, wenn keine Internetverbindung verfügbar ist, ein echter Nachteil sein kann.

Zugriff auf bisherige Aktivitäten über die Historie.

Historie

Über die Historie erhält man Zugriff auf sämtliche bisherige Aktivitäten. Neben einigen Detailinformationen zu einer Aktivität findet sich auch hier das Bewertungssystem aus dem Kalender wieder. Für die Historie stehen vier unterschiedliche Ansichten zur Verfügung:

  • tabellarische Listenansicht (siehe Screenshot)
  • Summen nach Aktivität und Zeitraum gruppiert
  • Diagramme nach Zeitraum und Aktivität gefiltert
  • Diagramme nach Leistungsschlüssel gruppiert

Außer der Listenansicht können alle weiteren Ansicht konfiguriert und in ihrer Darstellung angepasst werden.

Analyse einer Aktivität in der Stoppuhr-Ansicht.

Datenanalyse

Zur Analyse können die Daten aus der Historie mit einem Klick in die Stoppuhr-Ansicht geladen werden. Auf den weiteren Seiten der Stoppuhr werden dann die jeweiligen Leistungsdaten ebenfalls angezeigt (weitere Screenshots in der Bildergalerie). Einziger Wermutstropfen ist die fehlende Unterstützung einer Darstellung im Querformat oder Zoomfunktion. Gerade bei den Diagrammen wünscht man sich schnell andere Darstellungsoptionen.

Die Einstellungen der App sind vielfältig.

Über den Button Mehr gelangt man zu den Einstellungen. In dem unübersichtlichen Menü finden sich viele unterschiedliche Optionen, von App Einstellungen, Trainingsplänen und Leistungszonen, über die integrierte Hilfe oder Apple iCloud Backup, bis hin zur Online-Konten Verwaltung.

Wie bereits erwähnt, lässt sich die Datenerfassung als auch deren Darstellung in vielen Bereichen konfigurieren und auf persönliche Vorlieben anpassen. Dies kann hier oder auf den jeweiligen Seiten über den Bearbeiten-Button erfolgen. Allerdings wirkt die App durch die Vielzahl von Einsprüngen und Optionen am Anfang verworren und wenig strukturiert. Auch sind deren Auswirkungen nicht immer klar, und so wird man bei der Konfiguration zunächst viel herumprobieren müssen.

Viele verschiedene Exportoptionen für Aktivitäten

Die Detailansicht einer Aktivität bietet viele, teilweise einzigartige Optionen an. Neben dem Export eines einzelnen Trainings in unterschiedlichen Formaten, lassen sich z.B. verschiedene Online-Dienst, wie Twitter, Facebook oder auch eine E-Mail Adresse konfigurieren, um in definierbaren Abständen Updates über den aktuellen Trainingsverlauf zu senden. Dies können z.B. Leistungsdaten und auch die aktuelle GPS Position sein. Über einen Link auf den sogenannten Online-Explorer könnte die Familie oder Freunde das Geschehen "Live" mitverfolgen. Darüber hinaus kann man die Leistungsdaten direkt im Health App und als Ereignis im Kalender speichern.

Viele Aktivitäten stehen als anpassbare Profile zur Auswahl.

Für eine Vielzahl von Aktivitäten stehen vorkonfigurierte Profile zur Auswahl, die sich als Vorlage für eigene Profile verwenden lassen oder auch individuell konfigurieren lassen. Hier lohnt es sich zu stöbern, um interessante Ansätze für eigene Profile zu entdecken. Besonders für rundenbasierte Trainings stehen umfangreiche Möglichkeiten zur Verfügung. So lassen sich z.B. Daten aus der Historie als "Gegner" einbinden, deren Leistungsvorgabe oder Intervallzeiten direkt ins Training einfließen.

Vorkonfigurierte Trainingspläne lassen sich erweitern.

Wer sich auf einen Wettkampf vorbereiten, für den nächsten Marathon trainieren oder endlich mit regelmässigem Training starten möchte, wird die App ebenfalls zu schätzen wissen. In den Einstellungen finden sich vorkonfigurierte Trainingspläne, die sich um individuelle Pläne erweitern oder anpassen lassen.

Aktivitäten lassen sich direkt über die Watch starten

Wer keine Smartwatch verwendet, kann Basisfunktionen, wie Starten, Stoppen oder Leistungsdaten abfragen, über eine Fernsteuerungsfunktion per Kopfhörerkabel oder den Sprachassistenten Siri aufrufen.

Etwas komfortabler und umfangreicher geht das mit der Apple Watch App. So lässt sich zum Beispiel das Aktivitätenprofil direkt auf der Uhr auswählen und die Leistungsdaten oder eine Kartenübersicht auf - ebenfalls konfigurierbaren - Seiten anzeigen.

Fazit

Cyclemeter ist eine eher komplexe App, die etwas Einarbeitung erfordert. Wer aber eine gewisse Lernkurve nicht scheut, der findet in Cyclemeter eine weitgehend konfigurierbare und gut anpassbare App. Darüber hinaus lässt sich die App für jede erdenkliche Art sportlicher Aktivität konfigurieren. Mit etwas Verständnis für die grundlegenden Konzepte ist eine umfangreiche Erfassung von Leistungsdaten und ein gezieltes Training möglich.

Allerdings sind die meisten Funktionen nur in der sogenannten "Elite-Version" nutzbar, die mit knapp 10 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Doch für jemanden, der die oben genannten Funktionen gut in sein Training einbauen kann, ist das eine lohnenswerte Ausgabe.