Mega-Qualifikation - Sprintavalanche


In dem kleinen Ski-Ort angekommen, habe ich erst mal Quartier bezogen und das Material gecheckt, bzw. das Bike zusammengebaut. Nachdem ich mich von den Strapazen der Anreise erholt hatte, machte ich mich am nächsten Morgen direkt auf den Weg zur Liftstation, um dort eine Tageskarte für alle Lifte der Region zu lösen. Die kostet pro Tag 21,-- Euro. Und ist für das Wochenende vor dem Megavalanche notwendig, da das Megapaket incl. Liftpaß erst ab dem Montag vor dem Hauptrennen gilt.
Um mich an das hochalpine Gelände zu gewöhnen, bin ich zum Beginn die Qualistrecke der Mega abgefahren. Dazu muss man allerdings erst mal einen kleinen Weg von der ersten Zwischenstation hinüber zur Gondelstation von Alpette fahren. Dieser Weg beinhaltet zwei fiese, steile Rampen, und so muss man ca. 35 Minuten für die Strecke einrechnen. Von dort geht es dann hinauf auf den Dome des Petites Rousses in 2.800 Metern Höhe.

Opps! Hier sollte eigentlich ein Flash Video zu sehen sein!

Die Quali-Strecke ist ein echter Fun-Ride. Den oberen Teil bis hinunter nach Alpe D’Huez bin ich mal mit der Helmcam abgefahren und da kann man sich ja mal ein Bild von machen.

Die schwierigste Passage befindet sich kurz unterhalb der Mittelstation, wo man in eine sehr geröllige Serpentinensektion kommt. Hier gibt es erfahrungsgemäß die meisten Stürze. Nachdem man diesen Part gemeistert hat, geht es weiter über schöne, technische Trails hinunter nach Alpe D’Huez.
Nachdem ich die ganze Strecke zweimal abgefahren bin, war dann auch für den ersten Tag erst mal Schluss und die Pasta-Orgie wurde eingeläutet!

Am nächsten Tag habe ich mir die Strecke angeschaut, auf der der Sprintavalanche ausgetragen wird. Um diese Strecke zu erreichen, fährt man von Alpe D’Huez erst mal mit der Gondel hinauf zur ersten Zwischenstation. Danach kann man entweder auf teilweise recht steilen und schweren Trails hinunter bis zur Station von Poutran fahren oder aber man nimmt die Gondel hinunter. Die Strecke ist schon sehr steil und schnell. Man vernichtet rund 600 Höhenmeter auf 3,2 Kilometer. O.K. – los geht’s !
Nach ein paar Runs bekommt man so langsam ein Gefühl für diese schwarze Piste und mit der Zeit schreckt sie einen nicht mehr so...

Opps! Hier sollte eigentlich ein Flash Video zu sehen sein!

Allerdings wurde dann der Sprint-Lauf doch nicht auf der ursprünglichen Strecke ausgetragen, sondern in der Nacht vor dem ersten offiziellen Training wird der Trail nochmal speziell im oberen Teil „modifiziert“, sprich: verschärft und über gröbstes Gelände umgeleitet.
So sah man auch in den ersten Trainingsstunden sehr viele Fahrer stürzen und die Ambulanz hatte einiges zu tun. Nicht wenige zogen teilweise freiwillig, teilweise auch unfreiwillig ihre Startnennung zurück!

Da ich mir einen Tag später auf der Megastrecke bei einem Sturz einen kapitalen Schaltwerkabriss samt ausgerissenem Schaltauge zuzog und erst mal für Ersatz sorgen musste konnte ich leider nicht das Hauptrennen bestreiten.

Es war aber auch klasse, den Profis bei der Bewältigung dieser Strecke zu zuschauen!
Ich hoffe, das Videos kann etwas von der Charakteristik der Strecke vermitteln!

Hinweis für Cannondale-Fahrer:
NewArt im Industriegebiet von Grenoble ist der Bikeshop an den ihr Euch bei Ersatzteile-Bedarf wenden könnt. Die sind sehr gut ausgestattet!