Filthy Trails - Belgien


Die Filthy Trails wurden von Styles und ein paar Kumpels ins Leben gerufen und am Rande eines Naturschutzgebietes auf privatem Gelände erbaut. Heute führt Styles das Projekt alleine weiter und kümmert sich mit viel Engagement um den Erhalt der Trails. Der kleine private Bikepark liegt vor den Toren von Lanklaar, einer kleinen Ortschaft ca. 1 Autostunde von Köln entfernt. Am Eingang steht ein Container als Kasse. Der Eintritt - oder vielleicht treffender - der Unkostenbeitrag für einen ganzen Tag beträgt 7,50 €. Einen Lift gibt es hier nicht ... wozu auch auf dem flachen Land?! ;-) Dennoch: der Bikepark liegt am Hang eines kleinen ... na sagen wir mal: Hügel. Dieser Hügel will im Laufe des Tages so manches Mal erklommen werden! Den halben Weg schafft man auch pedalierend ... am Anfang. Später verzichtet man lieber auf die Plackerei! Man schiebt den Berg rauf, plaudert mit den Mitstreitern und konzentriert sich ansonsten auf die Abfahrten ... denn: die haben es teilweise in sich!
Der eigentliche Bikepark liegt noch etwas weiter von dem Eingang entfernt. Mit dem Bike braucht man ca. 10 min bei gemütlicher Fahrt. Den Weg dorthin markieren Holzschilder ... verfahren kann man sich nicht. Man ist gut beraten Essen und Trinken mitzunehmen ... ist man erst einmal auf dem Gelände möchte man nur ungern zur Futtersuche wieder weg ;-)) Relative zentral gelegen gibt es einen kleinen Platz mit einer Hütte. Dort kann man die Verpflegung hinterlegen und bei Bedarf darauf zu greifen. Der Platz ist ein willkommener Ort zum Ausruhen und Gucken. Man kann sich mit den anderen Fahrern austauschen oder den "Cracks" beim Überfliegen des großen Roadgaps zu jubeln!

Das Coole an den Filthies ist, dass hier tatsächlich jeder auf seine Kosten kommen kann.
Neben den großen Linien gibt es auch den sogenannten Snake-Trail, an dem sich Einsteiger oder auch Kinder ihre ersten Lorbeeren verdienen können.

The Snake
Der Trail startet mit drei kleinen Drops in verschiedenen Höhen und schlängelt sich dann durch den Wald. Hintereinander findet sich hier eine ebenerdige Northshore-Brücke und ein kleiner Logride. Dann kommt eine kleine Wippe und am Ende eine etwas größere Northshore-Brücke.

Hier kann man gefahrlos seine Skills testen und verbessern ... und das in einer sehr entspannten und toleranten Atmosphäre!

Northshoreflow
Der sogenannte "Northshoreflow-Trail" bietet zu Anfang drei Northshore-Elemente in verschiedenen Größen und ein paar kleinere Sprünge. Ansonsten gibt es viele Anliegerkurven, die mit viel Speed und Flow gefahren werden können.

Wem der Schlangen-Trail nicht mehr reicht, kann sich hier versuchen und sein Können weiter steigern.

Bunny Hop Step Up
Wer sagt, dass man Northshore-Drops nur runterspringen kann ... irrt gewaltig!
Bei unseren Drehaufnahmen machte sich Martin sehr souverän daran diese Annahme zu wiederlegen! Sehr coole Aktion!

The Singletrack
Diese Linie bietet mehrere Sprünge, Anlieger, zwei kleine Doubles und am Ende zwei Northshore-Elemente.
Sie war defintiv unserer Lieblings-Trail! Man kann den Trail schön schnell fahren und bekommt fahrtechnisch auch einiges an Herausforderungen geboten. Immer wenn bei uns ein Gedanke an Heimreise keimte, sagte schnell einer: "Komm, eine Runde fahren wir den noch!"

The Flight
In der mittleren Linie reiht sich ein Gap an das Nächste - mit steigenden Weiten (1m 2m 3m 5m und 2 Gaps mit 6m). Hier ist dann schon Können beim Springen und Landen gefragt.

Als wir unsere letzte Runde drehen wollten, verriss neben uns ein Rider nach einem Whip die Landung und schlug mit der Schulter zuerst auf. Zwar ging es bald auch einigermaßen wieder, aber der Fahrer hatte immer noch Schmerzen als wir schließlich doch den Heimweg antraten. Hoffentlich ist nix Schlimmeres als eine Prellung passiert. Wir wünschen ihm jedenfalls gute Besserung!

Styles veröffentlich auf Pinkbike.com sehr schnell aktuelle Fotos vom Tag, die er dort aufgenommen hat. Nach einem Besuch des Bikeparks lohnt es sich also nach Aktionfotos auf Pinkbike von sich Ausschau zu halten!