1. Tag - Coll Baix


Am nächsten Morgen ging es mit dem Bully von Matthias zum ersten Spot, nach La Victoria. Leider spielte das Wetter noch nicht so richtig mit, so dass wir nur bedingt schöne Fotos schießen konnten. Dafür konnten wir aber schon mal GPS-Daten der Trails sammeln. Die Trails um La Victoria und bei Coll Baix zählen zu den besten der Insel. Doch sie zu erreichen setzt eine gute Kondition voraus, denn die Uphills lassen sich nur schwer bis gar nicht treten – geschweige mit einem Freerider.

Der erste Trail hoch nach Atalaya d' Alcudia ist ein super Teil. Der Downhill ins Tal ist so ein Kracher, dass man eigentlich nur Vollgas geben möchte, wäre er teilweise nicht so ausgesetzt und verblockt.
Auf meiner „Jagd“ hinter Matthias her, zog ich dann auch gegen den Trail den Kürzeren und legte einen sauberen Abgang über den Lenker hin. Leider schlug mein DH Bike mit dem Schaltwerk auf einen Stein und verbog sich so das Schaltauge! Au weia!
Den letzten Teil der Strecke bin ich dann nur mit drei Gängen runter gefahren – gut das man die Schwerkraft als seinen Freund hatte.

Am Bully wechselte ich dann die Bikes und fuhr mit meinem Freerider weiter. Aber erstmal musste Zeit für einen kleinen Snack am Hafen von La Victoria sein. Die Bocadillios schmeckten herrlich! Nach einem kurzen Snack-Stop beschlossen Michael und ich den Trail oben von Atalaia runter nach Coll Baix fahren und dabei die dazugehörigen GPS-Daten aufzeichnen. Eigentlich ein guter Plan.
Atalaya de Alcudia.gpx (122KB) Coll Benet.gpx (23KB)
Leider hatte ich aber an dem Tag versäumt, meinen Camelbag aufzufüllen, so dass ich mit recht wenig Wasser unterwegs war. Ein fataler Fehler, wie sich im Laufe des weiteren Uphills zeigen sollte. Denn der Trail hoch zum Atalaia ist teilweise so ausgesetzt und steil, dass man sein Rad tragen muss! Die Passagen, die man fahren kann sind ebenfalls für einen Freerider recht beschwerlich.
So dauerte es nicht lange, bis ich von Krämpfen heimgesucht wurde. Erst in den Oberschenkeln, dann in den Füßen und zu guter letzt in der Nackenmuskulatur! So geschwächt war es natürlich kein Spaß den Downhill runter zu fahren. Passagen, die ich sonst fahren würde musste ich schieben – was für ein Einstand bei unserem Roadtrip! Als wir dann endlich den Trail, der wirklich super ist (wenn man fit ist) abgefahren hatten und die nächste Bar in Sicht kam, machte ich drei Kreuze und die Cola dort war die beste seit langem! Erschöpft fuhren wir dann zurück zum Hotel!