Marlboro Trail


Bei diesem Trail kurbelt man hoch bis zur „Virgen“, was übersetzt Jungfrau heißt und als Symbol zum Schutz und Erhalt des Waldes gilt. Die meisten Mexikaner sind sehr religiös und sobald sie eine Kirche oder Kreuz sehen, wird ein kurzes Stoßgebet hinaufgeschickt. Und dieses Gebet braucht man auch für die Abfahrt! Allerdings liegt der Einstieg zum Marlboro Trail noch etwas weiter höher. Schon allein deshalb sollte man kurz Puste haben zum beten… Der Marlboro Trail hat seinen Namen dem extrem staubigem Untergrund zu verdanken. Hier ist es ratsam der erste Biker zu sein, denn fährt man hinterher, hat man am Ende braune, knirschende Zähne und eine „Raucherlunge“.
Es ist eigentlich fast unmöglich die Finger von den Bremsen zu lassen. Der Trail ist sehr technisch und schlängelt sich abwärts. Man fährt stets in einer kleinen Senke und manchmal ist diese so eng, dass ein kurbeln der Pedalen kaum möglich ist. So steht man senkrecht auf den Pedalen und sucht sich den Weg bergab. Die dabei entstehenden Krämpfe in Armen und Beinen merkt man zum Glück erst unten. Der Staub sitzt in jeder Ritze des Bikes und einem selbst. Manchmal versinken die Räder Zentimeter tief im staubigem Untergrund. Doch der Spaß ist auch dabei garantiert! Unten angekommen kann man sich wieder dem obigen Trail anschließen und weiter hinab ins Tal rocken.
Fazit: Ich hatte nicht genug Zeit um wirklich alle Trailmöglichkeiten auf dem Ajusco zu erkunden. Dennoch war ich vom ersten Schnuppereindruck begeistert! Es ist ein kleiner Whistler Park a la mexican style. Am Wochenende ist hier sehr viel Verkehr und man begegnet auf den Trails nicht nur Biker und Wanderer… ;)