Diesel & Dust


Blick auf die Zufahrten der Kölner Zoobrücke

Der Verkehr wird immer dichter, überall Baustellen, die Luft ist vergiftet und Menschen und Tiere sterben. Gerade in Köln hat man öfters den Eindruck als stehe die Stadt vor dem Kollaps. Doch Politik, Wirtschaft und die Mehrheit von Bürgern verhalten sich so, als sei alles ganz normal. Vor diesem Hintergrund ist es doch absurd, sich in die langen Kolonen der Blechlawinen einzureihen, um mit Auto zum Sport zu fahren. Das geht auch anders!

Blick auf das Cockpit meines Mountainbkes

Ein Blick zurück zu meinen Anfängen im Mountainbike Sport zeigt wie: man fuhr einfach mit dem Fahrrad ins Gelände - nicht mit dem Auto!
Die Trails von Altenberg wurden sich hart erarbeitet. Das ist natürlich anstregender als fossile Brennstoff zu verbrennen - aber auch sportlicher.

Waldautobahn bei Höhenhaus

Nach ca. 10 km Stadtverkehr taucht man bereits hinter Höhenhaus in den Wald ein. Die nächsten 4 km durch den Diepeschrather Wald teilt man sich die Waldautobahnen nur mit einigen wenigen Gassigängern und Joggern.

Einstieg in den Singletrail am Hufer Weg

Die kurze Strecke durch Schilgen ist fast nicht der Rede wert, denn schon bald findet man sich auf einem Singletrail wieder, der bereits Lust auf Mehr macht. Und das gewisse Mehr lässt im Buschhorner Bruch nicht lange auf sich warten!

Feinste Singletrails im Buschhorner Bruch

Nur ein paar Ecken weiter wird bereits Fahrtechnik und Kondition abgefragt. Bei der Planung der Tour hatte ich ein paar Schlecker in dem Gebiet eingebaut und das stellte sich als goldrichtig heraus. Knifflige Abschnitte, mit Wurzeln gesprickte Singletrails und knackige Anstiege lassen sich hier viele finden.

Eine kurze, aber steile Rampe kurz vor Odenthal

Kurz vor Odenthal wird es plötzlich nochmal richtig steil, wenn sich diese kurze, aber fiese Rampe in den Weg stellt. Hier heißt es Zähne zusammenbeißen. Die gute Nachricht ist, dass es dahinter auch genauso steil wieder bergab geht.

Abzweig in den Wald rechts von der L296

Nach einer kurzen Fahrt durch Odenthal und nur knapp 2 km Asphalt zweigt der Weg wieder in den Wald ab. Der folgende Wanderweg führt in Hörweite der Landstrasse über eine kleine Anhöhe durch den Wald bis zum Altenberg Dom.

Wanderparkplatz Schöllerhof ist heute ein

Der Wanderparkplatz Schöllerhof ist heute ein "Reisegarten" … was auch immer das sein soll. Es wurden jedenfalls mehr Autostellplätze geschaffen, die aber an einem schönen Wochenendtag auch nicht ausreichen, um den Ansturm der Natur- und Erholungssuchenden gerecht zu werden.

Der Schöllerhof ist auch unter Mountainbikern ein sehr beliebter Treffpunkt und viele Touren starten hier. So auch unsere klassische 3-Mühlen-Tour, die Basis dieser Tour ist und auch damals, Mitte der 90-er Jahre, von uns gefahren wurde.

Diesel & Dust (4.0 MB)
Radweg durch grüne Wiesen bei Osenau

Auf dem Rückweg kann man etwas die Seele baumeln lassen. Die Fahrt durch die grünen Wiesen und Felder bei Osenau und Edelrath ist flach und man kann verschnaufen. Der Anstieg über die Straße durch Schilgen mit viel Autoverkehr wird derweil links liegen gelassen.

Autoverkehr hinter der Kölner Zoobrücke

Zurück in Köln hat uns die Realität längst wieder eingeholt: mit Autoverkehr verstopfte Straßen, Diesel-Gestank in der Luft und gestresste Menschen in kleinen, rollenden Blechkisten. Zumindest wir haben echte Alternativen und können dem Wahnsinn entfliehen. Ich würde mir wünschen, wenn mehr Leute dies auch öfters leben würden.

Fazit:
Es hat sich viel verändert seid damals! Die Technik, die Fahrräder, der Verkehr auf den Straßen …
Was sich nicht geändert hat, ist die Faszination am Mountainbike Sport, die Freude sich im Wald sportlich zu bewegen und die Schmerzen in den Beinen nach einer langen, harten Tour. Die 3-Mühlen-Tour nicht mit 25 km, sondern mit 75 km zu fahren ist ein anderes Level. Diese Tour war und ist auch noch heute - trotz der besseren Technik - hart und schön zugleich.