Die Strecke


Das Wasserloch vor dem Starthügel trockenlegen

Zuerst beschlossen wir das große Wasserloch vor dem Starthügel trockenzulegen  - schließlich möchte man nicht direkt mit nassen Klamotten starten. Das Kies-Lehm-Gemisch des Hügels war hierzu ideal, aber es erforderte einige Kraftanstrengung das große Loch zu schließen.

Die erste Steilkurve als Einfahrt in die Strecke

Als nächstes sollte die erste Anliegerkurve als Einfahrt in die Strecke angelegt werden. Hierzu musste zunächst einiges an altem Holz weggeschafft und dann die Kurve "in Form" gebracht werden.

Der erste große Kicker … mit recht niedrigem Absprung.

Ein Stück weiter wurde ein Hügel an der linken Seite des Weges in einen großen Kicker umgebaut. Hierbei wollten wir einen fettenAbsprung schaffen, jedoch aus Sicherheitsgründen mit einer sehr niedrigen Kante. Auf diese Weise sollte es jederzeit möglich sein den Hügel gefahrlos zu überfahren, anstatt ihn tatsächlich überspringen zu müssen.

BUGA am 18. Loch

Die Steilkurve am 18. Loch wurde so stabil und so naturnah wie möglich angelegt. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen! Die Kurve ließ sich wunderbar flüssig durchfahren, es bildeten sich vor dem Anlieger bei Regen keine Pfützen und selbst die eingepfanzten Moose und Gräser sind angewachsen.
Wir dachten: ”OK, jetzt sieht es langsam so aus, als wenn wir für die BUGA bauen!”

Der untere Teil der Strecke wurde bei Waldarbeiten in einem Schlammrutsche verwandelt.

Als dann später im unteren Teil der Strecke Waldarbeiten stattfanden, erhielt unser Projekt seinen ersten großen Dämpfer. Der ehemals naturbelassene Hohlweg wurde hierbei komplett mit klebrigem Lehm aufgefüllt, und der Weg bis zum Ende der Strecke durchgängig in eine breite Schlammrutsche verwandelt. Das war wirklich ein Schock!

Großer Kicker im unteren Teil

Wir wollten uns aber nicht davon entmutigen lassen, und haben trotz der Verwüstungen, die durch die Waldarbeiten entstanden waren, weiter an der Strecke gearbeitet: die Schlammlöcher wurden durch Abwasserkanäle trockengelegt und unsere Pläne zur Umgestaltung der Strecke weiter fortgeführt. So entstand zum Beispiel dieser Kicker mit niedriger Kante und breiter, flacher Landezone.

Blick auf die S-Kurve mit anschließendem Wallride

Die S-Kurve hinter dem großen Kicker wurde mit einem kleinen Anlieger so ausgebaut, dass die Kurven flüssig fahrbar wurden.

Ein Wallride wurde in den Hang integriert.

Hinter der S-Kurve sollte der Schwung durch einen Wallride aufgefangen werden. Dieser wurde so in den Hang integriert, dass er bei jedem Tempo leicht und sicher befahren werden konnte.

Fünf Schüppen - die Anzahl der stattgefundenen Baumaßnahmen

Dieses Bild von den fünf Schüppen steht für die Anzahl der stattgefundenen Baumaßnahmen.
Nachdem wir die grundlegenden Streckenarbeiten abgeschlossen hatten und die Strecke als Ganzes fahrbar war, mussten wir Ende 2014 schließlich doch das Projekt aufgeben.

Die Versicherung des Eigentümers hatte ihre Duldung der Strecke aufgekündigt, was das AUS für unser Projekt bedeutete. Der Grund hierfür lag zwar nicht in unserer Streckenführung, sondern in der Aufregung, die ein anderer Freeride-Spot in der Gemeinde ausgelöst hatte. Nachdem dieser von der Gemeinde endgültig geschlossen wurde, befürchtete man das die Nutzung unserer Strecke ebenfalls "aus dem Ruder laufen" würde.

An dieser Stelle möchte ich den vielen engagierten Leute, die an der Strecke mitgearbeitet hatten, meinen Dank aussprechen. Ohne ihre Mitarbeit und die Zeit, die sie geopfert haben, wäre das Projekt so nicht möglich gewesen.