Müngstener Brücke


Das Mountain Bike Magazin veröffentlichte 2015 einen Artikel zum MTB-Spot Bergisches Land, mit vier Touren Vorschägen in der Region. Die hier beschriebene Tour ist eine der dort beschriebenen Touren und basiert auf den ebenfalls dort zum Download verfügbaren GPS-Daten.

Wanderparkplatz in Burscheid

Start- und Endpunkt der Tour zur Müngstener Brücke ist der Wanderparkplatz in Burscheid, direkt an der Autobahn A1 gelegen. Dieser Parkplatz wird auf Grund seiner besonderen Lage von vielen Leuten gerne angefahren. Es ist auch ein sehr beliebter Treffpunkt für Biker, die im Gebiet von Altenberg unterwegs sein wollen.

Die sogenannte Balkan-Express Trasse

Zunächst fährt man entlang der B51 von Burscheid nach Hilger, wo man ein kurzes Stück dem sogenannten Balkan-Express - eine alte, stillgelegte Bahntrasse, die zu einem Rad- und Wanderweg umgebaut wurde - folgt.

Durchfahrt unter der imposanten Autobahnbrücke der A1

Bevor man in den Wald eintaucht, durchquert man noch die kleine Ortschaft Großbruch. Kurz nachdem man die letzten Häuser hinter sich gelassen hat, fährt man unter der imposanten Autobahnbrücke der A1 hindurch. Dahinter gelangt man zu einem der östlichen Ausläufer der Sengbachtalsperre, die wir später nochmals passieren werden.

Singletrail in Hörweite der Autobahn A1

Ein breiter Wanderweg führt in weiten Schleifen um das Wasserschutzgebiet der Sengbachtalsperre. Nach knapp 2 km gelangt man dann auf einsame, abwechslungsreiche Singletrails in Hörweite der Autobahn A1. Nun steigt man über 3,7 km um 120 hm bis nach Hünger bei Wermelskirchen auf.

Kirche von Hünger ist mit 285m NHN der höchste Punkt der Tour

Die Kirche von Hünger ist mit 285m NHN der höchste Punkt der Tour. Hier gelangen wir auf die L 157, der wir kurz hinunter nach Schloss Burg folgen, bevor es wieder in den Wald geht. Der bergab führende Weg ist zwar breit, aber nicht besonders gut befestigt und mit einigen tiefen Spurrinnen gespickt, wie sie Waldarbeiter mit ihren Harvestern hinterlassen.

Einstieg in den steilen Brezel-Wanderweg

Das restliche Stück führt über eine breite Schotterpiste bis runter nach Burgtal an den Luhnshammer. Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Einstieg in den steilen Brezel-Wanderweg. Ab hier ist erstmal Schieben angesagt, denn der Weg ist zu steil und von vielen Wurzel- und Steinstufen verblockt. In der anderen Richtung würde dieser Trail sicher mehr Spaß machen!

Blick über die Wupper

Bis man einen Blick auf die berühmte Müngstener Brücke werfen kann, vergehen lange und langweilige 5 km. Die Welt in diesem Teil der Wupperhänge scheint nur noch aus sehr breiten Schotterpisten zu bestehen. Erst wenn man die Wupper überquert und die andere Seite des Tals erreicht, warten wieder spannendere Abschnitte auf einen.

Ein erneuter, steiler Anstieg auf dem Brezel-Wanderweg

Und wieder führt uns der Brezel-Wanderweg steil hinauf in die Wupperhänge. Dieses Mal ist der Weg aber zum Glück befahrbar, auch wenn der nun folgende Anstieg ziemlich knackig ist und einige Körner kostet.

Die Müngstener Brücke von unten

Doch der Aufstieg lohnt sich: man kommt der Müngstener Brücke so sehr nah und erhält spannende Ausblicke auf das berühmte Bauwerk. Die Wege sind oben zwar wieder breit, aber nicht mehr ganz so eintönig, wie auf der anderen Seite des Tals.

Die Staumauer der Sengbachtalsperre

Nach dem Aufstieg von Glüder nach Witzhelden gelangt man - über eine kurze Abfahrt auf Asphalt - zur markanten Staumauer der Sengbachtalsperre. Allein der Aussicht wegen lohnt sich der kleine Abstecher. Allerdings ist der nun folgende Anstieg erneut steil und verblockt und zwingt zum Schieben. Kennt man diesen kleinen Trail nicht, so lässt er sich so natürlich gut erkunden. Wenn doch, dann ist es fast besser, das kurze Stück Asphalt zurück zu fahren und oben dem breiten Wanderweg zu folgen.

Feldwege zwischen Hölverscheid und Heide

Nach dem man die Talsperre hinter sich gelassen hat, geht es wieder erst über Felder, dann vorbei an Hilgen und über die Balkan-Trasse zurück zum Startpunkt der Tour.

Fazit:
Mein erster Eindruck von dieser Tour war eher verhalten. Zum Einen nervten die vielen Kilometer über breite Waldautobahnen, zum Anderen wäre ich die zwei schmalen, verblockten Trails lieber hinunter gefahren, anstatt diese hinauf zu schieben. Hinzu kam, dass ich zum Zeitpunkt etwas Pech hatte, da zwei der Wupperbrücken (Wiesenkotten und Strohn) gesperrt waren.
Doch dadurch, das die Tour unterm Strich sehr abwechslungsreich ist, wird das erste, negative Urteil abgemildert.
Auf dieser sportlich knackigen Tour folgt man kleinen verwunschenen Singletrails, breiten Forstpisten und verblockten Felspfaden. Zudem führt die Tour wirklich sehr nah an der berühmten Müngstener Brücke vorbei und gewährt zwischendurch schöne Ausblicke auf die Wupper und die Talsperre.

Download der GPS-Daten über die Website des Moutain Bike Magazins.