CGN Gravel


Der Volksgarten in der Südstadt

Im linksrheinischen Köln können Gravel-Touren dank des Grüngürtels, entlang der Inneren Kanalstraße, beinahe überall abseits von Straßen und Autoverkehr starten. Nach Süden hin lässt sich die Strecke über den Volksgarten gut in die Kölner Südstadt verlängern. Nach Norden hin bietet der Herkulesberg, sowie der Lentpark Ausweichsmöglichkeiten.
Wir fahren auf dieser Tour zunächst durch den Volksgarten ins Severinsviertel in Richtung Rhein.

St. Severin in der Kölner Südstadt

Nahe des Rheins breitet die Statue des heiligen St. Severin schützend seine Arme über uns aus. Ein Stück weiter führt uns - etwas versteckt - eine Auffahrt für Fahrräder über die Severinsbrücke nach Poll auf die rechtsrheinische Seite Kölns.

Direkt hinter der Brücke gelangen wir auf die Poller Wiesen, wo wir einen tollen Blick auf den Hafen und dessen bekannte Kranhäuser haben. Auch hier können wir schnell wieder den Asphalt verlassen, und direkt am Rhein entlang in Richtung Süden fahren. Doch spätestens hinter der Rodenkirchener Brücke sollten wir uns wieder zurück auf den Track begeben, der hier nach Osten führt.

Rangierbahnhof in Westhoven

In Westhoven führt uns unser Weg hinter dem Fort IX über den teilweise sehr groben Schotterweg Am blauen Stein am Rangierbahnhof entlang. Die Strecke bietet eine eigentümliche Mischung aus Industrie- und Kleingartenanlagen. Hier ist etwas Vorsicht geboten, da - trotz des kleinen Weges - immer mit Autoverkehr zu rechnen ist.

Schotterweg entlang des Flughafen Geländes

Nach einer kurzen Ortsdurchfahrt überqueren wir die Autobahn 59 und biegen direkt danach in den Wald ab. Nun ist der Flughafen Köln-Bonn / CGN nicht mehr weit. Kurz hinter dem Stadtteil Grengel stehen wir plötzlich an einem Zaun an der Nordschneise mit Blick auf die Terminals und die Landebahn. Wir folgen dem schmalen Weg noch ein kurzes Stück entlang dem Zaun, bevor wir in die Landschaft der Wahner Heide eintauchen.

CGN Gravel - 61 km - 260 m (239KB)
Schmale Pfade in der Wahner Heide

DIe Wahner Heide bietet unzählige schmale und breitere Wegen, die sich zu erkunden lohnen. Zudem kann man eine Vielzahl von Tieren beobachten. Saisonalen Wege- oder Bereichssperrungen werden auf Tafeln und Schildern ausgewiesen und sind in jedem Fall zu beachten! Diese Sperrungen werden zur Durchsetzung von Ruhezeiten für die Wildtiere (z.B. der Wasserbüffel) eingerichtet und regelmäßig von Parkrangern kontrolliert. Da es aber genügend Alternativstrecken gibt, dürfte das aber kein großes Problem sein.

Ehemalige Panzerwaschanlage in der Wahner Heide

Die Wahner Heide war früher ein Militärübungsgelände der belgischen Truppen, wovon immer noch einige Relikte - wie z.B. die sehenswerte Panzerwaschanlage - zeugen. Hier wurden die stark verschmutzten Panzer auf die Rüttelplatten gefahren, um diese vom gröbsten Dreck zu befreien. In unmittelbarer Nähe haben sich in der Folge kleine Biotope gebildet, die zu einem wichtigen Lebensraum für viele Tierarten geworden sind.

Pionierbecken III - Gut Leidenhausen

Bevor wir die Wahner Heide in der Nähe der Autobahnabfahrt Königsforst an der A4 wieder verlassen, fahren wir noch am Pionierbecken III - Gut Leidenhausen vorbei. Der Aussichtspunkt oberhalb des Sees bietet eine gute Möglichkeit für eine kurze Rast. Von hier aus geht es in Richtung Deutz / Dom / Neumarkt zurück in die Stadt.

Fazit
Diese ca. 60km lange Touren lässt sich gut mit einem Gravelbike oder einem leichten Mountainbike fahren. Ohne Anfahrt mit einem Auto bietet sich so eine hervorragende Möglichkeit dem Trubel der Großstadt zu entgehen und die beeindruckende Natur in der Wahner Heide zu geniesen.